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Allgemein Kletter-Equipment

Klettergurte und Sicherungsgeräte

Freiklettern

Hast du beim Bouldern Blut geleckt und möchtest höher hinaus, ist die nächste Stufe das Freiklettern.

Freiklettern bedeutet in dem Fall nicht ohne Seil zu klettern, sondern im Gegensatz zum technischen klettern, dass das Seil nicht Selbstzweck für die Fortbewegung ist, sondern lediglich als Sicherungsseil beim Sturz dient.

Für das Freiklettern benötigst du in den meisten Kletterhallen einen speziellen Schein. Frag hier direkt in deiner Kletterhalle an. Gestartet wird meist mit der Top-Rope-Technik. Hier hängt das Seil bereits am Top und wird durch einen Umlenk-Karabiner wieder nach unten geführt. Dein Kletterpartner sichert dich, in dem er das Seil weiter nachzieht, je weiter du nach oben kletterst.

Neben Schein und Partner benötigst du weiteres Equipment, neben Kletterschuhen, Kreise und Chalkbag (s. hier).

Klettergurt

Der Klettergurt ist neben dem Seil deine Lebensversicherung. In Deutschland sind aber alle frei verkäuflichen Klettergurte geprüft, sodass man hier keine Fehler machen kann. An den Klettergurt befestigt man das Seil sowie den Chalk-Bag. Im folgenden findest Du drei Beispiele von guten Klettergurten.

EDELRID Klettergurt Jay Black Diamond Momentum Ds Mammut Erwachsene Klettergurt Ophir 3

Karabiner

Bei den notwendigen Karabinern unterscheidet man zwischen Materialkarabinern und Karabinern für das Sicherungsgerät. Materialkarabiner müssen nur deinen Chalkbag halten. Hier reichen klassische Karabiner für 1,- bis 3,- EUR.

Der Karabiner für das Sicherungsgerät muss dagegen das Gewicht deines Partners halten. Hier ist Kn = Kilonewton die entscheidene Angabe. So bedeutet die Angabe 8 Kn, dass der Karabiner bis ca. 800 KG belastet werden kann.

Ich empfehle dir zwei verschiedene Karabiner – wobei der Belay Master den Vorteil hat, dass man diesen final mit einem Plastik-Verschluss schließt. Dies funktioniert erst, wenn man den Karabiner fest verschraubt hat und ist damit eine Erinnerung für dich. Weiter haben beide Karabiner einen Drahtbügel bzw. beim Belay einen Plastik-Verschluss, der dafür sorgt, dass der Karabiner immer in der richtigen Position am Klettergurt bleibt.

EDELRID Karabiner

Belay Master 2 Karabiner

Sicherungsgerät

Das Sicherungsgerät ist dafür da, die Kraft umzulenken und im Falle eines Sturzes die Kraft, die auf dem Seil lastet, zu reduzieren. Hier gibt es diverse Varianten. Die einfachste und sicherste ist meiner Meinung nach das Mega Jul von Edelgrid. Hier kommt es aber darauf an, mit welchem du in deinem Kletterkurs gelernt hast. Dies ist dann gleichzeitig auch für den Start die beste Wahl.

EDELRID Sicherungsgeräte Mega Jul

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Kletter-Equipment

Zubehör

Ist der Grundbedarf einmal abgedeckt, gibt es so manchen nützliches aber auch unnützliches Zubehör.

Kletter-Creme

Nach einigen Trainings-Sessions wirst du feststellen, wie trocken die Hände durch das Magnesia werden. Hier kann es eine Wohltat sein, sich die Feuchtigkeit nach dem Training zurückzuholen.

Bewährt haben sich zwei Anbieter:

Climb On! KletterRetter Handcreme

Tape

Tape wird zum Schutz der Hände, als auch zur Prävention oder Rehabilitation von Kletterverletzungen genutzt.

Auch hier gibt es eine Vielzahl von Anbietern. Empfohlen werden können die Anbieter:

KletterRetter Mantle

Crashpads

Geht man irgendwann nicht mehr nur in der Halle klettern, sondern draußen direkt am Fels, gibt es anstelle der Matten sog. Crashpads, die man mitführen kann und dann unter die entsprechende Stelle legt. Unterschiede gibt es hier sowohl in der Dicke, Material als auch vom Tragekomfort.

Mammut Crashpad

Das Crashpad von Mammut bietet zu einem relativ hohen Preis sehr gute Qualität. Die Größe und Dicke des Crashpads sind zum bouldern sehr gut geeignet. Darüber hinaus bietet das Crashpad auf Grund der Größe eine Art Rucksack-System, welches es erlaubt, das Crashpad auch auf längere Wanderungen mitzuführen. Die Maße im ausgeklappten Zustand betragen 156 x 110 x 12 cm bei einem Gewicht von 8,1 KG.

Crashpad Crash Pad ‚Moonwalk‘

Das Crashpad von Ocun hat etwas andere Maße (200 x 66 x 11 cm),  verfügt ebenfalls über ein Tragegurt. Allerdings fehlt hier der Hüftgurt. Dafür wiegt das Crashpad nur 4,9 KG, was den fehlenden Hüftgurt sicherlich wett macht.

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Kleidung Kletter-Equipment

Kletter – Kleidung

Bestimmte Kletterkleidung ist kein Muss – vor allem nicht für Anfänger. Irgendwann kann es aber Sinn machen, sich mit spezieller Kleidung zu befassen.

Die Vorgaben bei Kletter-Kleidung sind:

  • Bequem und beim klettern in der Bewegung nicht einschränkend,
  • reißfest u. widerstandsfähig,
  • und Schuz vor Schürfwunden.

Daraus ergibt sich immer das Dilemma zwischen langer Kleidung (=umfassender Schutz) und Bequemlichkeit.

Hosen

Hier hat sich zum einen die Hose von ucraft bewährt. Diese Hose vereint sowohl Bequemlichkeit als auch Widerstandskraft.

Darüber hinaus ist die Hose auch als kurze Variante verfügbar. Dies bedeutet allerdings, dass der Schutz für die Schienbeine verloren geht. Weiter existieren drei Taschen und Bänder zum Zuziehen.

Ucraft Klettern und Bouldern Hose

Als Alternative gibt es von Mammut eine speziell zum bouldern entwickelte Hose, die in verschiedenen Farben verfügbar ist – allerdings nur in der Langversion. Als nettes Gimmick existiert am hinteren Bund eine Befestigung für einen Chalk-Bag.

Herren Kletterhose / Boulderhose Rumney Pants Men

Oberteile

Wie bei der Hose, muss man sich auch bei Oberteilen die Frage stellen, wie schlimm Schürfwunden für einen sind. Als Fortgeschrittener kann man sich schon eher in einem ärmellosen Shirt in die Routen trauen – als Anfänger bietet sich eben wegen der Sicherheit ein langärmliges Hemd an. Spezielle Kleidung gibt es hier nicht – einzig T-Shirts mit Klettermotiven sind vorhanden.

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Kletter-Equipment Schuhe

Kletterschuhe

Kletterschuhe und deren Funktionen sind sehr vielseitig.

Während Anfänger und Anfängerinnen häufig mit einem Schuh starten, dessen Sohle durchgängig ist und so weniger Kraftaufwand erfordert, benötigen Profis einen wendigeren Schuh, der eben keine durchgehende Sohle hat. Auch gibt es Unterschiede bei dem Material. Während Leder zwar langlebiger ist, gibt es mit der Zeit nach. Kunststoff dagegen behält seine Form, wird aber schneller porös.

Einsteigerschuhe

Gerade bei Einsteigern macht es wenig Sinn, viel Geld für einen Profi-Schuh auszugeben. Da die Trittsicherheit meist noch nicht gegeben ist und man daher öfter abrutscht, verschleißt der erste Kletterschuh meist binnen 6 Monaten bis 1,5 Jahren, je nachdem, wie oft man klettern geht.

Edelrid Aktiver Schutz Blizzard Ocun Crest LU La Sportiva S.p.A. Tarantula Men

Profischuhe

Wie beschrieben, zeichnen sich Profischuhe dadurch aus, dass sie keine durchgehende Sohle haben, damit sich sich besser an den Fels anpassen. Weiter sind Profischuhe an den Zehen und Fersen meist sehr verstärkt, sodass sie in diesem Bereichen langlebiger sind.

La Sportiva „Solution“

Scarpa Schuhe Instinct VS

Stinkende Schuhe

Häufig nutzt man Kletterschuhe Barfuß, da man so einen besseren Halt in den Schuhen hat. Dies führt dann aber unweigerlich dazu, dass die Schuhe schnell den unangenehmen Schweißgeruch annehmen. Dem kann man relativ gut mit den Boot Bananas entgegenwirken.